Walkloden

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Walkloden

Walkloden ist eine bestimmte Art von Wollstoffen, da diese nach der Produktion noch veredelt werden. Der Wollstoff wird durch „walken“ erst zum Walkloden. Walken heißt, dass der Wollstoff in warmem, leicht saurem Wasser gedrückt, geknetet und gepresst wird. Dadurch verfilzt der Wollstoff und wird zu Walkloden. Durch das Walken erhält der Walkloden eine eher stumpfe, aber sehr dichte Oberfläche. Nach der Verdichtung ist die Webart nur noch selten erkennbar, ist dadurch aber sehr strapazierfähig und dicht geworden. Früher hat man nur reine Wollstoffe gewalkt, heute verwendet man auch Mischgewebe, um so einen leichteren, dünneren Walkloden zu produzieren.

Unterschiede zwischen leichtem und schwerem Walkloden

Daher unterscheidet man auch zwischen sogenanntem leichten und schweren Walkloden. Der schwere Walkloden wird aus 100% Wolle hergestellt, er ist dicker und wärmer, hat einen schwereren Fall und festeren Griff. Der leichte Walkloden besteht aus 60% Viskose und 40% Wolle, er ist dünner und hat einen weicheren Fall.

Verarbeitung von Walkloden

Walkloden lässt sich sehr leicht verarbeiten, da durch das Walken der Stoff nicht ausfranst und nicht umsäumt werden muss. Walkloden ist ein sehr warmer Stoff und eignet sich toll für modische Winterbekleidung, da der Stoff heute in einer großen Farbauswahl hergestellt werden kann. Eine Weste aus Walkloden kannst du sehr schnell einfach ausschneiden und direkt anziehen. Oder du kannst sie mit Jersey füttern, damit es etwas angenehmer zu tragen ist. Zum Nähen kannst du eine Standardnadel nehmen und je nach Kombination einen Geradestich oder elastischen Stich verwenden. Waschen solltest du Walkloden nicht. Es reicht in der Regel, das Kleidungsstück gut zu lüften, da man meistens ja auch etwas drunter trägt. Manche schwören auch darauf, Gerüche durch einfrieren los zu werden. Bei uns hat gutes Lüften bisher ausgereicht, so dass wir lieber Eis und Pizza in die Tiefkühltruhe packen.